Unsere neue Orgel

So wird unsere neue Orgel aussehen, wenn Umbau und Einbau abgeschlossen sind.

Die neue Orgel wird das bisherige Instrument in Größe und Vielfalt deutlich übertreffen. Ausgestattet mit 1.118 Pfeifen, die sich auf 20 Register verteilen, mit nun zwei Manualen, mit Haupt- und Schwellwerk, Pedal, Koppeln und Tremulant wird sie klanglich dem Kirchenraum endlich angemessen sein. Mit dem Einbau wird noch vor Weihnachten 2021 begonnen.

Die beiden Orgeln

Hier noch getrennt zu sehen, werden beide Orgeln - wie oben beschrieben - zu einem größeren Instrument umgebaut und dann vereint zur Ehre Gottes und zu unser aller Freude erklingen!

Rühle Orgel von vorn

Ansicht der 1967 von Fa. Rühle, Moritzburg, für die damalige Kirche gebauten Orgel (dem heutigen Pfarrsaal). Nach Fertigstellung unserer Kirche 1981 wurde die Orgel durch Herrn Creuz, Nentmannsdorf, aus dem Saal auf die neue Empore umgesetzt.

Rühle Orgel seitlich

Mit der Umsetzung der Orgel musste mit einfachsten Mitteln ein provisorisches Gehäuse gebaut werden. Obwohl dies von Anfang an als Provisorium gedacht war, stand die Orgel bis Ostern 2021, drei Jahrzehnte nach der Wende, noch so auf der Empore.

Rieger-Kloss Orgel

Die neu erworbene 26 Jahre junge Orgel in der bisherigen Kirche "St. Joseph" in Neugersdorf/Oberlausitz. Auf der Webseite der Orgelbaufirma Rieger-Kloss finden sich unter OPUS 3676 Details zur Orgel.

Orgelbau und Orgelmusik gelten seit 2018 als „Immaterielles Weltkulturerbe“. In Deutschland ist die Orgel sogar offiziell das Instrument des Jahres 2021. Der "Tag des Herrn" veröffentlichte dazu einen interessanten Artikel.

Im Jahre 1967 baute die Firma Rühle, Moritzburg, für das damalige Kirchengebäude – unseren jetzigen Pfarrsaal – eine kleine Orgel, die sich über dem jetzigen Eingangsbereich zum Saal befand und aus Platzgründen nur relativ bescheiden ausgebaut werden konnte. Beispielsweise konnten die großen hölzernen Basspfeifen damals nur liegend eingebaut werden. Diese Orgel war dementsprechend auch auf die akustischen Verhältnisse des Saales abgestimmt und nicht auf den jetzigen, etwa doppelt so großen Kirchenraum. Nach Fertigstellung unserer Kirche 1981 wurde die Orgel durch Herrn Creuz, Nentmannsdorf, aus dem Saal auf die neue Empore umgesetzt, wobei er damals mit einfachsten Mitteln ein provisorisches Orgelgehäuse erstellte. Obwohl die Umsetzung von Anfang an als Provisorium gedacht war, stand die Orgel bis Ostern 2021, noch drei Jahrzehnte nach der Wende, auf der Empore. 

Inzwischen haben nahezu alle Gemeinden Dresdens ihre Orgeln auf einen unserer Zeit entsprechenden technischen und musikalischen Stand gebracht. Wenn auch das Pfeifenmaterial und die eigentlich für den Saal gedachte klangliche Disposition der Rühle-Orgel nicht die schlechtesten sind, wies sie doch inzwischen einige technische Mängel auf (Töne hingen manchmal, einige Pfeifen sprachen schwer bis gar nicht an – von der inzwischen aus der Zeit gefallenen Qualität des Gehäuses ganz zu schweigen).

Die Orgel hatte außerdem nur ein Manual, so dass viele Möglichkeiten der Registrierung nicht gegeben waren und ein beachtlicher Teil der Orgelliteratur, der 2 Manuale erfordert, überhaupt nicht gespielt werden konnte.

Absolut ungünstig war auch die leider nicht zu verändernde Lage des Spieltisches am Treppenaufgang, was eher aus der Not geboren war, denn bei der Planung der Kirche wurde eine spätere Orgel überhaupt nicht berücksichtigt. Bei einem gemeinsamen Auftritt von Chor und Orgel (auch wenn ein solcher derzeit wegen Corona gerade nicht stattfinden kann) ist eine Sichtbeziehung zwischen Organist und Chorleiter unbedingt erforderlich. Die bisherige Anordnung machte dies aber unmöglich, man sieht einander schlichtweg nicht. Den Chor rechts zwischen Treppe und Orgel eingezwängt aufzustellen, ist eine unmögliche Notlösung. Der Chor hat schließlich ein eigens für diesen Zweck eingerichtetes und ausreichend großes Chorpodest vor der Fensterfront.

Die genannten Probleme und Unzulänglichkeiten wurden uns auch vom Orgelsachverständigen des Bistums, Herrn Domkapellmeister Liebich, in seinem Gutachten vom 10.09.2020 schriftlich bestätigt. Er kommt darin zu dem Schluss, dass eine Veränderung der Orgel unbedingt nötig ist.

In der Zschachwitzer Gemeinde wird seit 1981 das Projekt einer Erweiterung der bestehenden Orgel in der Kirche "Heilige Familie" verfolgt. Der Plan zu einer neuen Orgel war erst durch die friedliche Revolution 1989, dann durch die Trägerschaftsübernahme und den Neubau des Christlichen Kinderhauses und später durch die Hochwasser von 2002 und 2013 immer wieder aufgeschoben worden.

Anfang 2020 trat dieses jahrzehntealte Vorhaben nun in eine konkrete Phase. Auf erneute Initiative unserer Organisten Johannes Plundrich und Walter Liebeskind haben Pfarrgemeinderat und Kirchenrat der Pfarrei "Heilige Familie" Anfang 2020 beschlossen, das Projekt in die Tat umzusetzen: Anschließend wurde dies am 11./12.03.2020 von allen drei Pfarrgemeinderäten und allen drei Kirchenräten unserer drei Pfarreien beschlossen. Für dieses Mittragen des Projektes sind die Zschachwitzer sehr dankbar. Diese Beschlüsse gingen aber im unmittelbar danach folgenden ersten Lockdown der Corona-Pandemie in der Wahrnehmung praktisch unter.
 
Wir werden eine Orgel mit einer umfangreicheren und besseren klang-und spieltechnischen Ausrüstung bekommen, die unserem Kirchenraum und der regen und sangesfreudigen Gemeinde angemessen ist.

Unter Einbeziehung des Bistums-Orgelsachverständigen, Herrn Domkapellmeister Matthias Liebich, hatten unsere Organisten Johannes Plundrich und Walter Liebeskind ihre Suche nach einem passenden Instrument um vorhandene gebrauchte Orgeln erweitert, die durch Kirchenschließungen derzeit in größerer Menge "auf dem Markt" sind. Diese Variante ist wesentlich kostengünstiger als ein Orgelneubau.

Im Oktober 2020 kam dann die ca. 26 Jahre alte Rieger-Kloss-Orgel aus der bisherigen Kirche "St. Joseph" in Neugersdorf/Oberlausitz in den Blick. Diese Orgel wurde nach gründlicher Prüfung für gut geeignet befunden, nach einem entsprechenden Umbau in der Zschachwitzer Kirche die bisherige Rühle-Orgel zu ersetzen (unter Einbeziehung von Teilen dieser Orgel).

Der Kirchenrat der Pfarrei "St. Elisabeth" hat - in Absprache mit den gewählten Mitgliedern des neuen Kirchenvorstandes - auf der letzten Sitzung seiner Amtszeit am 07.12.2020 beschlossen, die Rieger-Kloss-Orgel aus der bisherigen Kirche "St. Joseph" in Neugersdorf/Oberlausitz anzukaufen.

Da die St.-Joseph-Kirche in Neugersdorf im Oktober entwidmet wurde und seit 01.01.2021 einem Investor gehört, musste die Orgel bis spätestens Ende März 2021 dort ausgebaut sein - dies war der Grund für das beschleunigte Verfahren durch den alten Kirchenrat.

Die zuständige Pfarrei Leutersdorf hatte die Rieger-Orgel zum Preis von 30.000,- € (deutlich unter ihrem veranschlagten Wert) angeboten, aber mit der nachvollziehbaren Bedingung einer Entscheidung bis zum 07.12.2020.

Bei Wikipedia gibt es Informationen zur ursprünglichen Firma Rieger bzw. zur heutigen Firma Rieger-Kloss. Auf der Webseite der Firma findet sich übrigens unter OPUS 3676 auch unsere neue Orgel.
(erreichbar durch Anklicken der Links hier)

Am 08.12.2020 wurden die Ausbau-, Umbau- und Wiedereinbauleistungen für diese Orgel von Neugersdorf nach Zschachwitz an mehrere Orgelbaufirmen ausgeschrieben, damit die Sicherstellung der Orgel noch vor Ende März 2021 erfolgen konnte. Der Zuschlag erfolgte im Februar 2021.

Die Pfarrei "St. Elisabeth" hat in Abstimmung mit dem Bistum Dresden-Meißen entschieden, die Orgelbaufirma Ekkehart Groß aus Kubschütz bei Bautzen mit der Umsetzung und Erweiterung der Rieger-Kloss-Orgel aus Neugersdorf für unsere Zschachwitzer Kirche zu beauftragen und mit ihr einen entsprechenden Orgelbauvertrag abgeschlossen.

Die Firma Groß hat bis zum 31. März die Rieger-Kloss-Orgel in Neugersdorf demontiert und in ihre Werkstatt gebracht. Ab Osterdienstag, 6. April, erfolgte in Zschachwitz der Abbau der Rühle-Orgel, da deren Pfeifen und andere Elemente zum Teil in die Rieger-Kloss-Orgel integriert werden. Mit dem Einbau der neuen Orgel in unsere Kirche wird noch vor Weihnachten 2021 begonnen.

Die mit dem Orgelbauer vertraglich fixierte endgültige Disposition unserer neuen Orgel wird 20 Register mit mehr als 1.100 Pfeifen im Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal umfassen. Die Zahl der Register wächst somit von bisher 9 auf 20 Register. Die detaillierte Disposition ist hier abrufbar.

Unsere neue Orgel wird das bisherige Instrument in Größe und Vielfalt deutlich übertreffen und klanglich dem Kirchenraum endlich angemessen sein. Sie wird 1.118 Pfeifen besitzen, die sich auf 20 Register verteilen. Diese Register haben sowohl verschiedene Klangfarben als auch unterschiedliche Tonhöhen.

Die Pfeifenlänge wird nach wie vor im alten Längenmaß Fuß (') für die längste Pfeife des Registers angegeben. Die Normallage (Gesangstonlage) ist der 8‘. Jede Halbierung der klingenden Länge (d.h. vom Aufschnitt aufwärts) bringt eine Erhöhung des Tones um eine Oktave mit sich.

Die beiden größten Pfeifen sind mit ca. 2,8 m jeweils das große C des Subbasses 16‘ im Pedal wie auch des Prinzipal 8‘ im Prospekt. (Der klingende Teil des Pfeifenkörpers vom großen C des Subbasses 16‘ wäre übrigens in oben offener Bauweise etwa 4,9 m (16 Fuß) hoch. Da gedeckte Pfeifen eine Oktave tiefer klingen, genügt hier jedoch eine Länge von ca. 2,5 m.). Die kleinsten Pfeifen, insbesondere in den Klangkronen (z.B. in der Mixtur und der Septime) sind nur einige Zentimeter groß. Dabei beträgt die klingende Länge teilweise nur wenige Millimeter, hinzu kommt aber immer noch die Länge des Pfeifenfußes von ca. 10 – 30 cm.

Im Unterschied zu unserer alten Orgel hat das neue Instrument nun zwei Manuale. Die Vorteile sind:
- Organisten können schneller zwischen voreingestellten Lautstärken und Klangfarben wechseln (z.B. zwischen Vorspiel und Gemeindebegleitung) ohne in diesem kurzen Moment erst umregistrieren zu müssen.
- Es besteht die Möglichkeit, in einem Manual eine Solostimme mit einer deutlicher hervortretenden Klangfarbe zu führen als die begleitenden Stimmen im anderen Manual.
- Zusammen mit dem Pedal ist nun auch das sog. triomäßige Spiel möglich, bei dem wie in einem Instrumentaltrio drei Stimmen völlig unabhängig voneinander gespielt werden können (was dann aber auch schon ein gewisses Können des Organisten voraussetzt).

Die Pfeifen des zweiten Manuals stehen in einem Schwellkasten, wodurch nun auch eine stufenlose Veränderung der Lautstärke möglich wird. Außerdem hat die Orgel einen Tremulanten für das Manualspiel, womit Schwebungen, d.h. ein gewisses Pulsieren, ein Beben des Klanges erzeugt werden kann.

Welche klanglichen Möglichkeiten bieten zwei Manuale zusammen mit dem Pedal?
- Mit den 8 Registern im 1. Manual (Hauptwerk) kann u.a. sowohl ein vollwertiges klassisches Prinzipalplenum (die typische Orgelklangfarbe) als auch ein volles Flötenplenum registriert werden. (Plenum bezeichnet dabei die Möglichkeit, dass alle Oktavlagen eines Tones durchgängig vom tiefsten bis zum höchsten, bei uns also vom 8‘ bis hinauf zum 2‘ oder 1‘ bzw. bei den Prinzipalen bis zur Mixtur, gezogen werden können). Geeignet kombiniert mit der Gambe kann außerdem ein eher romantisch anmutender Orgelklang erreicht werden. Natürlich können prinzipiell auch alle Register einzeln gespielt werden, einige eignen sich jedoch nur zur Klangfärbung zusammen mit anderen.
- Die 8 Register im 2. Manual (Schwellwerk) eröffnen vielfache Kombinationsmöglichkeiten, z.B. um unterschiedlichste Solostimmfarben zu erzeugen. Die vorhandenen Register bieten dafür (ähnlich wie bei den optischen Grundfarben rot, gelb, blau und schwarz eines Druckers) die verschiedenen Grundklangfarben an.
- Im Bass stehen 4 Register zur Verfügung. Sie können sowohl als begleitende Bassstimme kombiniert als auch durch versierte Organisten zur Melodieführung eingesetzt werden.

Die von außen sichtbaren Pfeifen (Prospektpfeifen) erhalten eine Politur, damit sie in neuem Glanz erstrahlen. Gleichzeitig sind sie damit in gewissem Maße gegen Korrosion infolge Berührens mit den Fingern geschützt.

Die Verbindung von den Tasten zu den Pfeifenventilen (Tontraktur) erfolgt in beiden Manualen und im Pedal überwiegend mechanisch mittels der sogenannten Abstrakten, also ausgesprochen leichten, dünnen Holzstäben. Wegen der engen Platzverhältnisse innerhalb der Orgel werden einige Register elektrisch angesteuert.

Ausbau, Umbau und Einbau der neuen Orgel werden voraussichtlich mehr als das Doppelte des Kaufpreises kosten, so dass für das gesamte Orgelprojekt mit einer Summe von mindestens 100.000,- € zu rechnen ist.

Die Kirchenratsvertreter auch der beiden anderen Gemeinden unserer Pfarrei tragen dieses große Projekt zugunsten der Zschachwitzer Gemeinde mit, welches aufgrund der unverhofften Kurzfristigkeit zunächst aus den gemeinsamen Rücklagen vorfinanziert werden muss. 

Spenden zur Gegenfinanzierung dieses Orgelprojektes werden daher nun dringend benötigt. Sie werden auf das folgende Konto erbeten:
Katholische Pfarrei St. Elisabeth Dresden
IBAN: DE96 7509 0300 0008 2620 20
Zweck: Spende Orgelprojekt Zschachwitz

Eine sehr schöne Form der Finanzierung ist die Übernahme einer Pfeifenpatenschaft. Informationen dazu sowie das Formular zum Erwerb einer Patenschaft finden Sie auf dieser Webseite.

Um das Projekt Pfeifenpatenschaften kümmert sich der Verein zur Förderung der Kirchenmusik, der Ende März 2021 in der Zschachwitzer Gemeinde gegründet wurde. Hauptprojekt des Vereins ist vorerst die Einwerbung von Spenden zur Finanzierung der neuen Orgel.

Orgelpfeifen Patenschaft

Hier können Sie Patenschaften für eine oder mehrere Orgelpfeifen übernehmen.

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